Richtiges Lüften

Beim austrocknen von Neu- und Umbauten entweichen aus Innenputz und Estrich enorme Mengen an Wasserdampf. Aber auch die Bildung von Luftfeuchtigkeit durch die Bewohner ist ein natürlicher Vorgang. Besonders sichtbar wird dieses Erscheinungsbild beim Wasserdampf im Badezimmer oder beim Kochen.

In einem 4-Personenhaushalt zum Beispiel werden durch Duschen, Waschen und Kochen bis zu 15 l Wasser täglich in die Raumluft abgegeben. Unsichtbar und stetig „dampfen“ auch die Bewohner selbst. So „verdunstet“ ein Mensch pro Nacht etwa 1l, was bei einer 4-köpfigen Familie im Jahr immerhin 24 volle Badewannen zusätzlich ausmacht.

Besonders in der heutigen Zeit werden Neu- und Umbauten durch beste Dämmmaterialien isoliert und sparen so Heizkosten. Ein Vorteil mit Risiken. Durch hohhe Feuchtigkeit in den Innenräumen kann es zu Kondenswasserbildung an den Holzelementen und daraus resultirende Oberflächenschäden (z.B. Schimmelbefall) kommen. Das durch falsches oder fehlendes Lüften verursachte Raumklima beeinrträchtigt die Lebensqualität Ihres Wohnraumes erheblich.

Als Grundregel für ein wirkungsvolles Lüften gilt:

  • möglichst oft
  • möglichst kurz
  • möglichst kräftig (Querlüftung)

Einer der Hauptzwecke des Lüftens ist die Abfuhr von entstandener Feuchtigkeit. Es ist daher wichtig, ein Gefühl dafür zu hjaben, welche Mengen an Wasser wir täglich produzieren. In den Beispielen ist dargestellt, wie viel Feuchtigkeit durch alltägliche Verrichtungen im Haushalt entsteht.

 

Feuchtigkeitsquellen:

  • Badezimmer
    Wannenbad ca. 1,2 l pro Bad
    Dusche ca. 1,6 l pro Duschbad
  • Küche
    Geschirrspüler 0,15 bis 0, 25 l pro Spülgang
    Waschmaschine 0,22 bis 0,4 l pro Waschgang
    Kochen 0,45 bis 1 l pro Stunde
  • Schlafzimmer
    pro Nacht 1 l pro Person
  • Wohnraum
    Mensch, je nach Betätigung 0,05 bis 0,2 l pro Stunde
    Große Topfpflanze 0,02 bis 0,03 l pro Stunde